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Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des künstlerischen Werkes von Dmitri Schostakowitsch.

Hier finden Sie Informationen über den Komponisten und seine Musik, sowie über die Gesellschaft und ihre Aktivitäten, und Sie können auch Ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Bei uns finden Sie Musikspezialisten und viele Freunde, die die Zuneigung zu Schostakowitsch und seiner Musikwelt zusammengeführt hat. 

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News 

Wahrhaft humanistische Botschaften in und vor der Dresdner Semperoper. Foto: Karlheinz Schiedel


Die 9. Schostakowitsch Tage Gohrisch sind eröffnet

Mit einem festlichen Sonderkonzert in der Semperoper haben am Donnerstagabend die 9. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch begonnen. Der bedeutende russische Dirigent Yuri Temirkanov, der in diesem Jahr mit dem Schostakowitsch Preis ausgezeichnet wird, leitete die Sächsische Staatskapelle Dresden. Auf dem Programm standen Dmitri Schostakowitschs „Festliche Ouvertüre op. 96“, das Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester op. 35 (absolut atemberaubend: Denis Matsuev am Klavier und Helmut Fuchs an der Trompete), sowie die Sinfonie Nr. 5 op. 47. Schostakowitschs mutige Gratwanderung zwischen (scheinbarer) Anpassung und (künstlerischer) Selbstbehauptung gestaltete die Staatskapelle mit existenzieller Wucht – die anrührende Klage des langsamen Satzes wirkte wie die ästhetische Antithese zur herrisch-primitiven Brutalität des Scherzos. Die Interpretation Temirkanovs machte geradezu greifbar, wie beklemmend aktuell die Musik des großen Russen ist. Gerade in einer Zeit,  die wieder aus den Fugen zu geraten scheint. Lebhafter und dankbarer Beifall. Die Botschaft der aus gutem Grund auf dem Platz vor der Semperoper im Wind flatternden Banner: "Die Würde des Menschen ist unantastbar" wird manchem, der soeben Schostakowitschs mutige Anklage gegen eine menschenverachtende Gewaltherrschaft vernommen hat, umso eindringlicher und wichtiger erscheinen.

Über die Konzerte in Gohrisch, die heuer unter dem Motto „Schostakowitsch und die polnische Moderne“ stehen und neben der Uraufführung des 15. Streichquartetts von Krzysztof Meyer und einer neuen Fassung von Krzysztof Pendereckis „Ciaccona in memoriam Johannes Paul II.“ auch die Erstaufführung eines erst kürzlich entdeckten Werkes von Dmitri Schostakowitsch aus dem Jahr 1931 im Programm haben, werden wir noch ausführlich berichten. 



Trauer um Gennadi Roschdestwenski

Die Deutsche Schostakowitsch Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied Gennadi Roschdestwenski. Der große russische Dirigent ist am 16. Juli 2018 im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Moskau gestorben.

Gennadi Roschdestwenski. Foto: © Matthias CreutzigerGennadi Roschdestwenski Foto: © Matthias Creutziger

Roschdestwenski , Sohn des Dirigenten Nikolai Anossow und der Sängerin Natalja Roschdestwenskaja, genoss eine klassische Musikausbildung am Moskauer Konservatorium. Zu seinen Lehren gehörte der bedeutende Pianist Lew Oborin. Seine Dirigentenlaufbahn begann er am Moskauer Bolschoi-Theater, von 1960 bis 1974 leitete er das Rundfunk-Sinfonieorchester der UdSSR und avancierte rasch zu einem der bedeutendsten Interpreten russischer und zeitgenössischer Musik. Dem Werk Dmitri Schostakowitschs war er dabei in besonderem Maße verbunden. Seine Gesamteinspielung der Sinfonien Schostakowitschs hat ebenso Referenzcharakter, wie seine Aufnahmen der Schostakowitsch-Ballette. Im Jahr 1974 studierte er Schostakowitschs erste Oper „Die Nase“ ein, die seit 1930 in der Sowjetunion nicht mehr gespielt werden durfte. Ab 1975 leitete  Roschdestwenski Orchester in Stockholm, London und Wien. Er war mit der Pianistin Wiktoria Postnikowa verheiratet.

Roschdestwenski erhielt für sein künstlerisches Wirken zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Noch vor einem Jahr dirigierte er in der Semperoper die Sächsische Staatskapelle Dresden bei einem Sonderkonzert zum Vorabend der Schostakowitsch-Tage Gohrisch. Auf dem Programm standen die erste und 15. Sinfonie Dmitri Schostakowitschs. 

Einen sehr persönlichen Nachruf von Michael Ernst finden Sie auf nmz-online




Die Komische Oper hat den richtigen Riecher 

„Die Nase“ treibt jetzt nicht mehr in St. Petersburg, sondern in der Bundeshauptstadt ihr Unwesen. Dmitri Schostakowitschs großartiger Opernerstling über den ausgebüxten Riechkolben des Kollegienassessors Kowaljow hatte am Samstag. 16. Juni um 19 Uhr an der Komischen Oper Berlin Premiere. Die Inszenierung des australischen Regisseurs und Intendanten der Komischen Oper Barrie Kosky hatte zuvor bereits in London und Sydney für Furore gesorgt. Nun wurde die umjubelte Aufführung von Schostakowitschs frühem Opern-Wurf zu einem späten Höhepunkt in der laufenden Saison der Komischen Oper und zugleich zu einem hoffnungsreichen Einstand für den künftigen GMD Ainārs Rubiķis. 

Weitere Aufführungen sind am 24., 28. und 30. Juni, sowie am 6. und 14. Juli. 

Zur Webseite der Komischen Oper Berlin

Eine kleine Auswahl der Premierenkritiken:

„Barrie Koskys Sause geht weiter“, Clemens Haustein in der Berliner Zeitung

„Der richtige Riecher“, Peter P. Pachl, auf nmz-online

„Mannes Kraft“, Frederik Hanssen im Tagesspiegel   




Fokus Dmitri Schostakowitsch

„Das Publikum hat längst entschieden, Dmitrij Schostakowitsch (1906 – 1975) kommt an. Bei denen, die die Musikgeschichte schreiben und die darin involvierten Figuren nach ihrer Größe sortieren, hat es etwas länger gedauert, bis feststand, dass dieser Komponist eine Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts ist“, schreibt das SWR Symphonieorchester in seiner neuen Programmbroschüre für die Spielzeit 2018/19. Dass die Bedeutung des großen russischen Komponisten vielerorts eine Neubewertung erfährt, spiegelt sich auch in der Programmgestaltung des aus der Fusion der beiden Radiosymphonieorchester Freiburg/Baden-Baden und Stuttgart entstandenen neuen Klangkörpers wider, das das Werk Schostakowitschs in den Fokus stellt. So kommen in der neuen Saison u.a. die Sinfonien Nr. 11 (Dirigent: Eliahu Inbal), Nr. 10 (Michael Sanderling), Nr. 5 (Pablo Heras-Casado), Nr. 6 (Hartmut Haenchen), das Violinkonzert Nr. 1 (Christoph Eschenbach; Solist Sergey Khachatryan) und die Sinfonie Nr. 7 (Leningrader) zu Aufführung, hier steht der neuen Chefdirigenten des SWR Symphonieorchesters Teodor Currentzis am Pult. Der neue Stern am Dirigentenhimmel wird das Werk nicht nur in Mannheim, Stuttgart und Freiburg aufführen, sondern auch in der Hamburger Elbphilharmonie. Die Termine der Schostakowitsch-Konzerte finden Sie oben (zum Vergrößern bitte Bild anklicken), für den Download der Programmbroschüre klicken Sie hier:   



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Aufführungen von Werken Dmitri Schostakowitschs

Eine ausführliche und ständig aktualisierte Terminliste von Aufführungen der Werke Dmitri Schostakowitschs finden Sie beim Musikverlag Sikorski   




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